Mittwoch, 15. August 2007

Slifter: Lokal Einkaufen über Handy und Internet

GPShopper und der drittgrößte amerikanische Mobilfunkanbieter Sprint haben den neuen mobilen Shoppingservice Slifter für die USA gelauncht (gefunden via dem Blog von letsbuyit.com).

Slifter ist der erste Dienst der die GPS-Navigation von GPS-fähigen Handys nutzt, um den Handy-Besitzer auf dem kürzesten Weg zum gewünschten Produkt führen. Die Suche wird mit einem Suchbegriff gestartet. Handy-User ohne GPS-fähigem Handy geben zusätzlich die Postleitzahl ein. Slifter liefert dann verfügbare Preise und Entfernung der lokalen Shops aufs Handy. Sobald der Handy-User einen Shop ausgewählt hat, navigiert Slifter zum gewünschten Geschäft - entweder per GPS-Navigation oder per Anzeigen einer Karte.
Weiter kann der Handy-User sich auch ein Produktbild des gesuchten Artikels anzeigen lassen.

Slifter hat nach eigenen Angaben über 85 Millionen Produkte von über 30.000 Shops in der Datenbank.

Laut Spiegel.de gilt Slifter „in Branchenkreisen als wichtiger Praxistest, vor allem weil der Service auf Spezialisierung verzichtet.“ (Quelle: Spiegel.de - Das Handy als Konsum-Zeigefinger).

Etwas weniger komfortabel gibt es einen ähnlichen Dienst auch bei Google Product Search for Mobile.


Mich überrascht, dass zwei vielversprechende Ansätze, die in 2005 online waren, wieder von der Bildfläche verschwunden sind. Sowohl Google als auch Amazons Suchmaschine A9 hatten bereits lokale Produkte und / oder Shops in ihre Suchmaschinen integriert:


Eine Suchfunktion für lokale Produkte und Preise wäre ja eine nutzvolle Ergänzung für Preissuchmaschinen. Doch der Aufwand für die Integration lokaler Shops dürfte immens hoch sein. Vielleicht wird das demnächst mit den RFID-Chips einfacher zu handeln sein.

P.S.:
Über den Blog von letsbuyit.com bin ich auch darauf gestoßen, dass die Wiedereröffnung des Ecommerce-Urgesteins letsbuyit.com im Herbst 2007 geplant ist. Zur Zeit wird an „einer brandneuen und innovativen Einkaufswebseite“ gearbeitet - ich bin gespannt.

Samstag, 11. August 2007

Kampf um die Startseite - Netvibes (jetzt mit Facebook-Widget)

Nach meinem Urlaub jetzt zuerst mal einen Artikel über den aktuellen Kampf um den Logenplatz im Internet - die Startseite des Users.

In der letzten Zeit wurde viel über die „revolutionären“ Veränderungen bei Facebook geschrieben.
Eine gute Übersicht findet sich z.B. bei Exciting Commerce:
Facebook erfindet das Internet neu. So what?
Das Web im Facebook-Fieber (2) - Facebook als Testfeld

Facebook entwickelt sich gerade extrem schnell von einem sozialen Netzwerk für Studenten zu einer „offenen“ Plattform. So kann jedes Unternehmen für die "eigenen" Internetnutzer Anwendungen entwickeln und diese in Facebook integrieren.
Jetzt wagt Facebook sogar einen noch radikaleren Schritt - Kernfunktionalitäten von Facebook werden für User und Developer freigegeben (gefunden via Basic Thinking: „Facebook wird radikal“).

Diese Entwicklungen und die umfangreiche Diskussion darüber zeigen aufs Neue, welche immense Bedeutung der Trend zur Öffnung von Internet-Diensten und -Services sowie zur Mitbestimmung durch User und Community bekommen hat.

Doch zurück zum Logenplatz im Internet - der Startseite des Users.
Für meine persönliche Startseite benötige ich einen Dienst, bei dem ich idealerweise

  • alles auf einen Blick habe, was für mich online wichtig ist und
  • Aufteilung, Layout etc. völlig frei definieren kann.

Obwohl ich diese Bedürfnisse schon seit vielen Jahren habe, gab es bisher keinen Dienst, der diese befriedigen konnte. Angefangen mit MyYahoo Ende der 90er über iGoogle und andere, gab es keinen Dienst, der nach meinen Bedürfnissen anzupassen war. Auch Facebook ist dafür (noch?) nicht geeignet. Um Facebook als Startseite ins Internet zu verwenden, müsste ich noch mehr völlig frei anpassen können. Schon die Begrenzung des Layouts auf eine Breite von 1024 Pixel ist für mich ein No-Go, da damit viel Platz auf dem Breitbildmonitor verschenkt wird.

Anders das in 2005 in Frankreich gelaunchte Start-Up Netvibes. Hier lässt sich so gut wie alles an den eigenen Geschmack anpassen. Hier ein Beispiel dafür, was Netvibes bieten kann:



Neben der Einbindung beliebiger RSS-Feeds bietet das „Ecosystem“ von Netvibes über 1.000 Widgets - seit kurzem inklusive einem Facebook-Widget. Man kann Email-, Messenger-, flickr-, youtube- und sonstige Accounts im Überblick behalten. Zusätzlich bietet das Layout sehr viele Anpassungsmöglichkeiten.

Auch hier geht die Öffnung weiter - Netvibes erlaubt anderen Unternehmen eigene Netvibes-Seiten (hier Universen genannt) zu erstellen, diese mit dem eigenen Brand zu versehen und den „eigenen“ Usern zur Verfügung zu stellen. Diese Funktion soll demnächst allen Usern von Netvibes zur Verfügung stehen.

Insgesamt betrachtet ist Netvibes somit für mich der (bisherige) Gewinner im Kampf um den Logenplatz im Internet.

Weitere vergleichende Artikel finden sich z.B. im Read/WriteWeb:
Who Can Compete with Facebook?
Platform Wars: Netvibes Launches Facebook Widget

Dienstag, 24. Juli 2007

Überraschungspremiere im H&M Online Shop



Habe gerade noch meinen Spam-Ordner gecheckt - und siehe da:
Der deutsche H&M-Shop ist jetzt online.

Hier ein Teil der Email:
"Dress up! Stylen Sie sich für den Abend! Denn Sie sind exklusiv zur Überraschungspremiere unseres neuen Shop Online auf hm.com eingeladen - mit Angeboten und Preisen, die besser sind als Sie sich vorstellen können.
Willkommen bei hm.com - JETZT!

Bitte beachten Sie, dass diese Einladung exklusiv und nur für eine Person gültig ist."

Und hier der Link: H&M Online Shop Deutschland




Erster Eindruck:

  • Schlichtes Layout
  • Emotional aufgemacht
  • Nur sehr reduzierte Features & Functions - selbst eine Suche gibt es hier nicht
  • Insgesamt sind Angebot, Aufmachung und Preise fast identisch mit z.B. dem dänischen Online-Shop

Somit gibt es jetzt beim Mode-Online-Shopping einen neuen ernstzunehmenden Wettbewerber.

Doch das ist nur der Anfang - Viele neue Dienste wollen das Online-Shopping für Fashion revolutionieren.