Na, da ist er wieder. Nachdem der Blog "Basic Thinking Blog" letzte Woche von Robert Basic bei eBay versteigert wurde, hat er wieder zu schreiben angefangen. Nun kann man von Robert Basic in Robs Blog lesen - dort gab es heute den ersten Artikel "einmal Blogger immer Blogger".
Dieser Beitrag ist ein Ergebnis der vielen Anregungen und Ideen, die ich am Wochenende auf dem Barcamp in Hamburg in interessanten Sessions bekommen habe. In dem obigen Widget finden sich die aktuell besten Artikel aus ausgewählten deutschen Ecommerce Blogs. Die Artikel sind danach bewertet, wieviel Leser über den Artikel gebloggt, getwittert, ihn kommentiert, gebookmarked oder angeklickt haben. Weitere Infos zu der genauen Vorgehensweise finden sich hier.
Diese Auswahl der besten Artikel ist immer aktuell, so dass man bei Bedarf diesen Artikel bookmarken kann. Ebenso läßt sich das Widget durch Klick auf den "Options"-Button auf (fast) jede beliebige Seite übernehmen. Weiter kann der Feed mit der Auswahl der besten Artikel durch Klick auf den RSS-Button oben im Widget in den eigenen Feedreader übernommen werden. Somit eine gute Möglichkeit für alle gestreßten Manager oder Web 2.0 Geeks auch mit wenig Zeit nicht den Überblick zu verlieren.
Letztes Wochenende wurde auf dem Barcamp in Hamburg in einigen Sessions auch über die Veredelung von Blogartikeln diskutiert. Ich habe einige Anregungen mitgenommen und bekam dadurch die Idee, zu versuchen News und Blogartikel nach "Qualität" zu filtern.
Heute habe ich bei web2null zufällig eine kurze Vorstellung von PostRank gefunden. Nachdem ich mir PostRank näher angeschaut habe, war ich mir sicher einen interessanten Ansatz gefunden zu haben.
PostRank erlaubt es beliebige Feeds nach "Engagement" zu filtern. Hier das Prinzip:
Dafür bewertet PostRank News und Artikel in fünf Kategorien, die für "Engagement" relevant sein sollen: Creating, Critiquing, Chatting, Collecting und Clicking. Also kurz gefasst: Wenn Leser über den Artikel bloggen, twittern, ihn kommentieren, ihn bookmarken oder ihn anklicken, dann erhöht das den "Engagement"-Wert. Bei PostRank kann man jeden Feed bewerten lassen und danach den Feed nach den besten, sehr guten, guten oder allen Artikeln filtern. Den gefilterten Feed kann man dann in einen neuen Feed ausgeben.
Natürlich enthält der gefilterte Feed dann nicht die neuesten Artikel, aber dafür kann man sich auf die "besten" Artikel konzentrieren und somit Zeit gewinnen.
Mein Ziel war es, die Artikel aus mehreren Feeds nach den "besten" Artikeln zu filtern und anschließend den jeweils aktuellsten "besten" Artikel aus jedem dieser Feeds in einem Feed zusammenzuführen. Hier kurz die Vorgehensweise skizziert:
Alle Feeds bei PostRank importieren (geht auch per OPML-Datei)
Für alle Feeds den PostRank Filter "Best" auswählen
Für jeden gefilterten Feed bei PostRank die neue Feedadresse kopieren
Diese einezlen Feedadressen in einer Yahoo-Pipe zusammenführen
In dem Feed der Yahoo-Pipe (mein Beispiel hier) erhält man dann das erwünschte Ergebnis
Falls sich jemand zu den Details Fragen hat, dann gerne melden.
Und hier als Beispiel der Vergleich bei den Nachrichten von Spiegel Online. Im linken Fenster der normale Feed und im rechten Fenster die (aktuellsten) "besten" Nachrichten mit PostRank gefiltert:
Das vergangene Wochenende war sehr anregend - ich war mit ca. 400 anderen Teilnehmern beim 2. Hamburger Barcamp, das diesmal bei OTTO stattfand. Das (kostenlose) Barcamp war eine anregende und motivierende Veranstaltung, bei der man viele Freunde und Bekannte wiedertreffen und mit Netzbekanntschaften auch mal „unplugged" reden konnte. Das Engagement der Organisatoren und Teilnehmer war hoch, was zu anspruchsvollen Sessions und Diskussionen führte. Aber auch die Rahmenbedingungen waren sehr gut - passende Location, professionelle Organisation und anspruchsvolle Vollverpflegung, die OTTO und die anderen Sponsoren ermöglichten. Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, die viele (kostenpflichtige) Konferenzen etc. in den Schatten stellte. Am Samstag und am Sonntag gab es ein abwechslungsreiches Programm mit insgesamt rd. 80 Sessions (alle Themen in der Übersicht für Samstag und Sonntag). Inkl. Diskussion dauerten die Sessions meistens eine Stunde, so dass es danach schnell zur nächsten Session ging. Kaum noch Zeit zwischendurch einen Kaffee zu trinken. Hier einige der besonderen Highlights für mich:
Internationalisierung von Webseiten In dieser Session hat Christian (von Gruner + Jahr) am Beispiel von Eltern.de aufgezeigt, welche Probleme bei einem internationalen Roll-Out auftreten können und wie man diese lösen kann. Ich hoffe die lehrreichen Charts werden noch online gestellt.
China 2.0 Oliver (Gründer von mixxt und Autor vom WebWorkBlogger) hat eine spannende Session zu den Entwicklungen und Unterschieden im chinesischen Internet gehalten. Die Charts dazu gibt es hier. Hintergrundinformationen zu dem Thema findet man auch in seinem Blog.
Zukunft des Bloggens In weiteren spannenden Session hat Jan (von T3N / yeebase und Autor von UPLOAD) in einem etwas zu kleinen Raum über die Zukunft des Bloggens diskutiert. Seine Thesen zur Anregung der Diskussion:
Twitter und Friendfeed lösen Blogs ab
Video schlägt Text
Blogs zerbrechen an ihrer Professionalisierung
Blogs bleiben ein Nischenthema
Blogs sind nichts für die breite Masse
Mehr zu den Thesen hier und zur Session auf dem Barcamp z. B. von Nicole bei antischokke und von Kixka bei Kixkalogic.
Semantic Weblog Am Sonntag gab es u.a. eine Reihe anregender Sessions, die sich damit beschäftigt haben, wie sich Informationen besser ordnen, aggregieren oder vernetzen lassen.
Die erste Session war von Ben (von der Zeit und Autor von anmut und demut) zum Thema „Semantic Weblog". Hier ging es darum, wie man durch eine Ontologie (mehr im Sinne von Folksonomy) Bloggen und Enzyklopädien verbinden kann. Ein Beispiel für die Umsetzung findet man bei konnexus.net. Auch die Diskussion in dieser Session war sehr anregend und hat u.a. durch Beiträge von Konstantin von konnexus.net, Klaus von Qimaya und Frank von Rivva inspiriert. Bin schon gespannt, wie Qimaya wird und wie sich Rivva weiterentwickelt. Weitere Infos zum Semantic Weblog bei anmut und demut.
Last.fm für News Weiter ging es mit dem Thema „Last.fm für News" von Alexander und Florian (beide von OTTO und Autoren von Kassenzone). Hier skizzierten die beiden die Idee eines Portals, das mir als User anhand der von mir gelesenen News oder Blogbeiträge neue Artikel vorschlägt. Dabei sollen mit einer ähnlichen Technologie wie bei Last.fm Vorschläge für weitere interessante News generiert werden. Auch hier wieder spannende Diskussionen - z.T. mit den Teilnehmern der vorherigen Session. Weitere Infos zum Thema bei Kassenzone.
Blog Evolution Zum Schluss dieser „Reihe" eine zweite Session von Ben - diesmal zum Thema „Blog Evolution". Hier ging es um die Frage, wie ein Blogartikel mit jedem Aufruf „weiterleben" kann. Jedes Mal wenn ein Artikel aufgerufen wird, wird die ganze Rechenleistung nur darauf verwendet, den Artikel aus der Datenbank auszulesen und in HTML zu rendern. Dabei ließe sich doch etwas spannenderes mit dem Artikel machen. Hierzu hat Ben einige interessante Ansätze in die wieder lebhafte Diskussion eingebracht. Mehr zu dem Thema bei anmut und demut.
Fazit Die Qualität des Barcamps hat meine Erwartungen deutlich übertroffen. Ein großes Dankeschön an alle Organisatoren, Sponsoren, Session-Moderatoren und an alle anderen Teilnehmer.
Jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen die Yahoo Pipes auszuprobieren.
Eine bemerkenswerte Neuerung für Web-2.0-Freunde: Yahoo Pipes ist ein Baukasten für Mashup-Anwendungen, der sich vollständig aus dem Browser heraus bedienen lassen. "Mit den Yahoo Pipes lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und miteinander verbinden. Hierbei stehen Sortier- und Filterfunktionen bereit, um die Feed-Zusammenstellung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Trotz der grafischen Oberfläche ist das Ganze relativ komplex, dadurch aber auch sehr flexibel und vielfältig einsetzbar" (mehr zur Erklärung bei golem.de).
Ich habe damit relativ schnelle eine "Anwendung" (Pipe) mit dem Namen "Ecommerce Blogs" gebaut, die bis zu 5 frei zu wählende Feeds aggregiert. Diese Anwendung kann jeder nutzen - einfach jeweils die Feed-URL, den Namen des Blogs und die Anzahl der anzuzeigenden Artikel eingeben. Alle Artikel werden nach Datum / Uhrzeit absteigend sortiert und zusätzlich wird vor den Titel der Name des Blogs geschrieben. Sollen es weniger Feeds sein, dann als Anzahl Artikel "0" eintragen. Das Ergebnis kann man sich wiederum als RSS-Feed ausgeben lassen und wo auch immer einbinden. Ich habe es genutzt, um in meiner rechten Sidebar unter meinen eigenen letzten Beiträgen, die letzten Beiträge aus 5 anderen Ecommerce Blogs anzuzeigen.
Noch schicker kann man diese oder andere Yahoo Pipes nutzen, wenn man sie mithilfe von Grazr zu einem Widget konvertiert. Das Ergebnis sieht dann so aus:
Jetzt voerst der letzte Beitrag zu den Möglichkeiten mit den Google Custom Search Engines. Im Gespräch mit einigen Bloggern hat sich gezeigt, das diese denken es wäre schwierig eine solche eigene Custom Search Engine aufzusetzen.
Deswegen hier noch zwei kleine Anleitungen.
Anleitung für das Einrichten einer Google Custom Search Engine in vier einfachen Schritten (als PDF). Dies am Beispiel der Suche über die Top-100 Blogs (die meistverlinkten deutschsprachigen Blogs).
Vorschau:
Und hier eine Anleitung für die Integration einer AJAX-Blogsuche für Blogger (blogspot) - ebenfalls als PDF. Hinweise für die Integration der AJAX-Suche in andere Blogs, findet sich im ersten Artikel (s. u.).
Die Google Custom Search Engines eignen sich auch sehr gut, um endlich den Spam aus den Suchergebnissen herauszukriegen.
Mit wenigen Klicks ist eine eigene Suche konfiguriert, welche nur in den vorgegeben Seiten sucht. Man kann darüberhinaus noch bis zu 100 anderen Personen die Rechte zur Ergänzung dieser Suche einräumen.
Hier Beispiele für nützliche Custom Search Engines (finden sich auch in der rechten Sidebar):
Interessant ist auch, dass sich diese Custom Search Engines noch weiter anpassen lassen. So lässt sich z. B. die Suchergebnisseite auch in eine eigene HTML-Seite einbinden. Ein Beispiel für eine angepasste Suchergebnisseite findet man bei den Suchen auf meiner Website.
Wie einfach es ist, sich eine eigene Custom Search Engine einzurichten, darüber werde ich in Kürze berichten.
Erst gestern bin ich darauf gestoßen, dass Google seine Custom Search Engines (CSEs) (füher Google Co-op) um eine AJAX Search API und um neue Funktionen erweitert hat (gefunden via Google Custom Search Blog). Die neue Funktion "New! Automatically generate a search engine based on the links on your website or blogroll with Custom Search on the fly" bietet ganz neue Möglichkeiten. Mit wenigen Klicks lässt sich eine eigene Suche zu erstellen, welche den eigenen Blog (oder eine andere beliebige Website) durchsucht. Neu dabei ist, dass bei der Suche auch alle Links, die auf dem Blog zu finden sind, mit berücksichtigt werden können.
In der Verbindung mit der AJAX Search API bekommt man so für den Blog eine „schicke“ Suche. Zum Ausprobieren des Look & Feel einfach meine Blogsuche rechts oben in der Sidebar ausprobieren.
Aber mit den Google Custom Search Engines lassen sich noch weitere interessante Dinge machen. Wer hat sich noch nicht darüber geärgert, dass in den Suchergebnissen von Google immer mehr Spam auftaucht? Mit einer oder mehreren eigenen Suchen lässt sich dies Problem relativ schnell beheben. Mehr dazu demnächst hier.
Hier noch ein paar (noch) technischere Details zur Blogsuche mit der AJAX Search API:
Die Einbindung in Blogs, die bei Blogger.com gehostet sind ist erfolgt ganz simpel über hinzufügen eines Widgets / „Seitenelements“ (gefunden via „blog for Blogger in draft“). Vorher auf der Website „Blogger in draft“ mit dem Blogger-Account anmelden, schon geht´s. Für weitere Anpassungen gibt es hier noch ein paar Tipps.
Für alle anderen Blogger gibt es noch kein Widget, doch lässt sich die AJAX-Suche ebenso realisieren. Weitere Informationen gibt auf dem Blog der Google Ajax Search API-Entwickler.